Wer sind die Honigpiraten eigentlich? Wir sind Vater (René) und Sohn (Patrick), die beide die Liebe zur Imkerei entdeckt haben. Angefangen hat alles, wie so oft, mit der Pensionierung. Ich wollte mit meinem Vater mehr Zeit verbringen und deshalb ein gemeinsames Hobby ausüben. Zu zweit geht bekanntlich Alles einfacher, so auch das Imkern. Ich habe René den zweijährigen Grundkurs für Imker geschenkt, ein tolle Grundlage für jeden, der mit imkern beginnen möchte. Im August 2017 konnten wir stolz die Kursausweise für den bestandenen Grundkurs in Empfang nehmen. Da wir beide nicht so die Theoretiker sind, wollten wir gleich praktische Erfahrungen mit den Bienen sammeln. Wir haben uns deshalb zu Beginn des Kurses ein Wirtschaftsvolk und ein Jungvolk mit Carnica Bienen besorgt und so nahm alles seinen Lauf.

2016

Das erste Jahr lief alles nach Plan oder besser nach Lehrbuch, wir haben Jungvölker durch Brutableger gebildet und hatten Ende 2016 bereits vier Völker. Auf einmal war da auch Honig, wir waren völlig überrascht und durften im Frühjahr und Sommer unseren ersten Honig schleudern. Den Honig haben wir selber genossen und unseren Freunden und Bekannten verschenkt. Der Honig war fast weiss und ohne zu rühren bereits cremig. Sehr spannend.

2017

Das Frühjahr 2017 startete mit dem Verlust eines Volkes, wir konnten leider nicht eruieren, warum es eingegangen ist. Dieses Jahr dachten wir, alles geht so weiter, wie im Jahr 2016. Jedoch weit gefehlt. Verwöhnt durch den letztjährigen Erfolg, haben wir wohl zu wenig oft nach den Bienen geschaut, diese sind uns dreimal ausgeschwärmt, was immer einen Aufwand bedeutet. Die Schwärme konnten wir einfangen, die nächste Herausforderung wartete jedoch bereits. Wir mussten uns per Express Post neue Magazine bestellen, damit wir die Bienen überhaupt einlogieren konnten. Positiv zu werten ist, dass wir Ende 2017 mit sieben Völkern in den Winter gehen können. Es gab auch dieses Jahr wieder im Frühjahr und Sommer etwas Honig. Dieses Mal wollen wir den Honig zum ersten Mal verkaufen, um unser Hobby weiter finanzieren zu können.

2018

Im Laufe des Jahres haben wir auf 10 Völker an drei Standorten rund um Ramsen aufgestockt. Mehr möchten wir wirklich nicht haben es soll ja schliesslich immer noch ein Hobby sein und weiterhin Spass machen. Vier der Völker stehen nun auf einer Waage von Hivewatch und können von uns via Internet überwacht werden. Dank des integrierten Schwarm Alarms wurden wir auch schon über einen abgehenden Schwarm informiert, nur blöde wenn einer der Imker im Büro wegen einer IPA festsitzt und der Andere am einkaufen ist.

Den Schwarm konnten wir dann trotzdem lokalisieren, leider hat er sich in einem hohlen Baum einquartiert. Wie wir feststellen mussten, hatten in diesem Baum schon öfters Bienen gewohnt. Die Bienen und vorallem die Königin konnte sich somit gut verstecken und unsere Aktion mit dem Industriestaubsauber blieb leider erfolglos.

Wie es in Baum ausgesehen hat und warum sich die Bienen so gut verstecken konnten sieht man ganz schön im folgenden Film.

Mit den zwei Ernten im Frühling und Sommer haben wir sagenhafte 130 Kg Honig gewonnen.

Für uns ein Rekord und die ganze Familie hilft mit. Da wir etwas überrascht von der Menge waren, mussten wir erst einmal geeignete Eimer und Gläser kaufen gehen um den Honig zu lagern. Wir wollten für den Honig schöne Etiketten und haben die Künstlerin Anita Perez Arnold aus Winterthur um Hilfe gebeten. Das Resultat seht ihr hier.

Die Etiketten liessen wir bei Volponi im Tessin drucken, ich war mit dem Ergebnis und dem Preis sehr zu frieden. Um die Etiketten „effizient“ auf die Gläser zu bringen haben wir über Ali Express eine Etikettiermaschine bestellt. Wie sich herausstellen sollte, ist diese für die kleinen 250 Gramm Gläser nicht geeignet. Alles Probieren sollte nicht helfen, wir mussten schlussendlich wieder auf Handetikettieren umsatteln. Die Etiketten wurden schief und mit unschönen Blasen aufgetragen. Die kleinen Gläser waren wohl zu leicht. Die 500 Gramm Gläser hingegen gingen sehr gut. Wegen diesem „Etikettiermaschinen-Gate“ sind leider einige 250 Gramm Gläser nicht so schön angeschrieben worden.

 

Hier im Bild unser selbst gebastelter Wachsschmelzer aus einem alten Waschzuber und einem Dampfgerät, welches man normalerweise zum entfernen von Tapeten benötigt.